Davon, dass die Bauarbeiten am ehemaligen WC-Gebäude der Overbergschule bereits gut vorangeschritten sind, konnten sich Vertreter*innen einiger ehrenamtlicher Gruppen beim Begehungstermin überzeugen. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Karin Rodeheger und Stadtbaurat André Leson ließen sie sich vom Fachdienstleiter des Gebäudemanagements, Thorsten Merschmann, und Projektleiter Stefan Klass die Räumlichkeiten des zukünftigen Mehrgenerationenhauses zeigen und erklären, was aktuell und als nächstes passiert. „Momentan findet der Innenausbau statt“, erklärt Projektleiter Klass, „es werden die Fliesen verlegt und die Wände verputzt. Als nächstes kommen die Gewerke Elektro und Sanitär an die Reihe. Außerdem werden für die Raumakustik Akustikpaneele zwischen die Balken verbaut.“ Auf die Frage, die allen am meisten unter den Nägeln brannte: „Wann wird das Haus fertiggestellt?“, ließ er sich darauf ein, ein Fertigstellungstermin für Dezember bekannt zu geben. Dies sorgte für große Freude, weil einige der Anwesenden bereits Pläne für Treffen und Feiern haben, die sie gern im neuen Haus begehen würden.
Freude lösten auch Umstände aus, die auf den ersten Blick keinen Anlass zu solcher bieten: Kabel, die lose von der Decke baumeln. „Sind das HDMI-Kabel für den Beamer?“, fragte Norbert Pinkerneil vom Senioren-Computerclub euphorisch, „das ist ja klasse, dass daran gedacht wurde!“ Pinkerneil gehört zu jenen, die mit rund 50 Mitstreiterinnen und Mitstreitern im Seniorenalter Anfang 2025 mobilgemacht und für die Realisierung des Mehrgenerationenhaus-Projektes demonstriert hatten, nachdem im Finanzausschuss beschlossen wurde, das Projekt aufzugeben. In der darauffolgenden Ratssitzung wurde dann jedoch der Mittelfreigabe zugestimmt. Anne Quante vom Senioren-Forum, mitverantwortlich für den Senioren-Spielenachmittag, betonte noch einmal die Relevanz eines solchen Begegnungsorts, denn für viele Ihrer Besucher*innen sei der Spielenachmittag „das absolute Highlight der Woche“.
Dass natürlich auch andere Gruppen, mit anderer Altersstruktur im Mehrgenerationenhaus willkommen sein werden, sagt bereits der Name und Alfons Bunne von „Hand in Hand“ lässt sich das auch von Bürgermeisterin Rodeheger nochmals bestätigen: „Hier entsteht ein Ort, an dem sich alle Oelderinnen und Oelder mit ihren Gruppen zuhause fühlen sollen. Wir wollen und dürfen nur nicht politisch werden, aber jegliche gemeinnützigen oder sozialen Gemeinschaften, sind herzlich willkommen!“. Für Bunne macht es eben genau das aus, dass das Mehrgenerationenhaus „zentral, barrierefrei und für alle offen ist, die hierherkommen möchten!“ Auch das Team von „Hand in Hand“, einer Gruppe von Ehrenamtlichen, die älteren oder eingeschränkten Menschen bei Aufgaben des täglichen Lebens zur Hand gehen oder Gesellschaft leisten, wird seine neue Heimat im Mehrgenerationenhaus finden. Christiane Weinekötter, Mitverantwortliche der Initiative, freut sich sehr darauf und plant bereits Fortbildungen und weiteres für ihre Ehrenamtlichen. Sie weist zudem darauf hin, dass immer engagierte Helfer*innen gesucht werden. Interessierte melden sich gerne bei ihr oder Alfons Bunne unter Tel.: 02522/72-138 oder 01590/5250156 oder per E-Mail: handinhand-oelde@gmx.de.

