Dass mit Münsters Regierungspräsident Andreas Bothe, Schuldezernentin Silke Scheerer, Bürgermeisterin Karin Rodeheger und vielen weiteren Gästen, „hoher“ Besuch zur Einweihung ihrer neuen Halle gekommen war und ihr Schaffen begutachtete, störte die Schüler*innen, die in diesem Jahr bei dem Projekt „Wir bauen ein Haus“ an der Gesamtschule Oelde mitmachen, nicht im Geringsten. Sie ließen sich von all dem Trubel nicht aus der Ruhe bringen und bauten einfach weiter. Denn darum geht es, um das Anpacken und „etwas Schaffen“.

Sieben Schüler*innen bekommen hier die Gelegenheit, in viele unterschiedliche handwerkliche Berufe hineinschnuppern zu können. Sie bauen gemeinsam ein richtiges Haus im Miniaturformat inklusive Heizung, Elektrik, Fliesen, Dach und allem was dazu gehört. Handwerker örtlicher Betriebe unterstützen die jungen Leute und zeigen ihnen worauf es ankommt. Das Projekt befindet sich nun bereits im vierten Jahr, aber neu ist die Halle, in der sie nun arbeiten können, auf dem Gelände der Schule. Hierfür hat die Stadt Oelde 70.000 Euro finanziert und der Initiativkreis Wirtschaft Oelde hat auch noch 20.000 Euro dazu gegeben.
Und darum ist der Besuch in Person Andreas Bothes vor allem nach Oelde gekommen, denn trotz „712 Schulen im Regierungsbezirk Münster, habe ich so etwas noch nie gesehen!“, erklärt er in seiner Rede begeistert. Dass den Schüler*innen dank der starken Partnerinnen und Partner ein solch toller Lernort zur Verfügung gestellt wird, sei „einzigartig“.
Bürgermeisterin Karin Rodeheger bekannte sich als „Fan" der Gesamtschule und des Projektes und stellte in ihrer Rede vor allem nochmal das Engagement der Handwerksbetriebe heraus: „Mit dem Projekt ‚Wir bauen ein Haus‘ setzen wir ein starkes Zeichen für die Verzahnung von Bildung und Wirtschaft. Mein herzlicher Dank gilt den beteiligten Handwerksbetrieben: Danke für Ihre Zeit, danke für Ihr Know-how. Sie machen das Handwerk greifbar und eröffnen den Jugendlichen echte Zukunftsperspektiven. Das ist lebendige Berufsorientierung in Bestform.“

Bei der Gelegenheit des Besuchs Herrn Bothes trug dieser sich noch in das Goldene Buch der Stadt Oelde ein und freute sich darüber "in bester Gesellschaft" zu sein.

