Das neue Umkleidegebäude am Jahnstadion ist eröffnet. Am Dienstag, den 8. September wurde die offizielle Einweihung gefeiert. Bürgermeisterin Karin Rodeheger, Stadtbaurat André Leson und Joachim Kirchhoff, Stellvertretender Vorsitzender des Stadtsportverbands Oelde, schnitten gemeinsam das rote Band durch, um das Gebäude symbolisch freizugeben.
Eingeladen waren alle Interessierten, die sich einen Eindruck des in den vergangenen zwei Jahren entstandenen Umkleidegebäudes machen wollten.

In ihrer Ansprache betonte Karin Rodeheger, wie wichtig für die Sportgemeinschaft einer Stadt die Kabinen seien, denn sie „ist das Herzstück einer jeden Mannschaft. Sie ist der Ort, an dem wir uns einschwören, an dem aus Einzelsportlern eine Mannschaft wird. Hier fließen die taktischen Anweisungen, hier teilen wir die Vorfreude vor dem Anpfiff. Hier wird nach dem Abpfiff lautstark gejubelt – oder nach einer bitteren Niederlage gemeinsam geschwiegen und das nächste Kaltgetränk geöffnet. Kurz gesagt: In der Kabine schlägt das Herz einer jeden Mannschaft! Von diesen Räumen stehen uns nun zwölf zur Verfügung – Platz genug für eine Menge Emotionen.“
Auch die anderen Emotionen, die das Projekt aufgrund seiner Umsetzungsdauer ausgelöst hatte, sprach Rodeheger an: „Dieser Einweihung haben wir besonders lange entgegengefiebert. Vorüberlegungen, die neben dem neuen Umkleidetrakt auch die Sanierung des Vereinsheims vorsahen, wurden aufgegeben, um eine schnellere Realisierung des förderfähigen Umkleidetraktes sicherstellen zu können. Die ersten Entwürfe galt es im engen Austausch mit dem Fördergeber abzuändern und zu finalisieren – ein Verfahren, das leider wiederum Zeit in Anspruch nahm und von Ihnen, den Sportlerinnen und Sportlern, leider noch einmal mehr Geduld abverlangte. Dafür durften wir uns, bei Gesamtkosten von 4,4 Mio Euro, über eine Fördersumme von 1,5 Mio Euro freuen.“
Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit waren für die Projektverantwortlichen die hauptsächlichen Kriterien nach denen sich die Planung und Gestaltung der neuen Räumlichkeiten ausrichteten. Das Gebäude ist komplett barrierefrei; es verfügt zum Beispiel über eine Drehtür zur Stadionseite sowie ein taktiles Bodenleitsystem. Von den zwölf Sammelumkleiden sind zwei barrierefrei, was bedeutet, dass sie unter anderem über breitere Sitzplätze, eine Zugstange an den Türen, barrierefreie Duschen sowie unterfahrbare Waschbecken verfügen. Des Weiteren gibt es ein behindertengerechtes WC, welches von außen von der Stadionseite her zugänglich ist. Alle Sammelumkleiden sind sanitär mit vier Duschen und einem WC ausgestattet und es gibt zusätzlich noch zwei separate WC-Räume. Vier der sechs zusätzlichen Einzelumkleiden haben integrierte Duschen.
Nachhaltig ist das Gebäude zum einen mit Blick auf die verwendeten Materialien, wie die Faserzementplatten, dem Gründach sowie hinsichtlich der PV-Anlage von ca. 235 qm Fläche und 51 kWp. Der Anlagennutzungsgrad liegt bei 93 Prozent. Überschüssiger Strom wird den Heizstäben eines Pufferspeichers und Batteriespeichern von insgesamt 40 kW Speicherkapazität zugeleitet. Für das warme Wasser und die Beheizung der Räume per Fußbodenheizung wurden zwei Wärmepumpen mit jeweils 22 kW Leistung und drei Pufferspeicher à 1000 Liter installiert.

