Baustart auf dem Gelände der ehemaligen Brennerei Horstmann

Auf dem Foto sehen Sie von links nach rechts:   Joseph  Brandner, Madita Stüttgen, André Leson und Bürgermeisterin Karin Rodeheger (alle Stadt Oelde), Projektleiter und Investor Milan Hagel   (GMP Nordhorn GmbH), Bauleiter Kevin Hoppe (Altefrohne Planungsgesellschaft), Michael Kamp und Karina Schlunz-Baggeroer (beide AP – Pflegedienste GmbH) und  Architekt Eugen Adam (Altefrohne)

„Endlich geht es los!“ Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeisterin Karin Rodeheger zum Pressetermin für den Start der Bauarbeiten. Auf dem Gelände der ehemaligen Brennerei Horstmann wird Platz geschaffen für ein zukunftsfähiges Konzept, das den Erhalt historischer Bausubstanz mit einer modernen Infrastruktur für die Altenpflege verbindet.

Das Projekt sieht eine vielseitige Nutzung des Geländes vor, bei der vier denkmalgeschützte Gebäude sowie ein Neubau integriert werden. Im Fokus steht dabei die Schaffung von hochwertigem Wohn- und Pflegeraum:

  • Die Villa: Hier entstehen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss Einrichtungen für die Tagespflege, während das zweite Obergeschoss Wohnraum bietet.
  • Der Bullenstall und die Scheune: In diesen beiden Gebäuden sind Wohnungen geplant.
  • Die Brennerei: Neben einer weiteren Wohnung wird hier ein öffentliches Café entstehen.
  • Der Neubau: Hier werden zwei Senioren-Pflegewohngemeinschaften für insgesamt 24 Personen sowie zusätzliche Wohnungen realisiert.


Das geplante Café soll nicht nur den Bewohner*innen vorbehalten sein, sondern als offener Begegnungsort für alle Bürgerinnen und Bürger aus Oelde und Umgebung dienen. Aufgrund der zentralen Lage wird so ein wichtiger Beitrag zur Belebung der Innenstadt geleistet. Betrieben werden die Tagespflege sowie das Café durch die Firma AP–Pflegedienste GmbH aus Warendorf, die bereits im Wibbelt-Carrée im Oelder Norden vertreten ist.

Auf den Teilabriss folgt voraussichtlich Ende Juli der Rohbau. Der erste Bauabschnitt konzentriert sich dabei auf die Villa, den Bullenstall mit Scheune und die Brennerei. Der Neubau folgt im Anschluss. Ein Kernanliegen des Projekts ist der Erhalt des historischen Charakters: Soweit technisch möglich, sollen ursprüngliche Elemente wie Fenster, Türen und Zargen aus den denkmalgeschützten Gebäuden erhalten und wieder integriert werden.

Parallel dazu setzt das Projekt konsequent auf Energieeffizienz. Durch ein modernes Contracting-Modell wird die Beheizung über eine Luftwärmepumpe realisiert, während der Neubau durch installierte Solarenergie einen Beitrag zur nachhaltigen Energiegewinnung leistet.

Die Verwirklichung dieses komplexen Vorhabens ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Oelde und dem Investor, Milan Hagel (GMP Nordhorn GmbH). Hagel lobte die hervorragende Kooperation mit allen Beteiligten der Stadtverwaltung – von den ersten Gesprächen über die Bauleitplanung bis hin zum heutigen Tag. Stadtbaurat André Leson betonte ergänzend, dass es für die Stadt von zentraler Bedeutung war, das prominente Gelände vor einer Brachenentwicklung zu schützen. Ziel sei es, eine zukunftsfähige Nutzung zu etablieren, die sowohl den Denkmalschutz wahrt als auch einen dringenden Bedarf an moderner Pflegeinfrastruktur deckt. Die architektonische Planung des Geländes erfolgte durch den Architekten Eugen Adam vom Büro Altefrohne Planungsgesellschaft aus Warendorf; die Bauleitung wird von Kevin Hoppe übernommen.

Die gesamten Investitionskosten für die Neugestaltung des Areals belaufen sich auf ca. 13 Millionen Euro. Die Fertigstellung der Maßnahme ist im Verlauf des Jahres 2028 geplant.

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