Der Runde Tisch zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt im Kreis Warendorf traf sich am Mittwoch, 14. April, im Oelder Ratssaal. Diesmal kamen die Mitglieder zusammen, um zunächst einen Vortrag der Kriminalhauptkommissarin Sandra Bothe von der Kreispolizeibehörde Warendorf zu hören. Sie stellte das Projekt „Kurve kriegen“ vor, welches sich an Jugendliche richtet, die bereits eine Straftat begangen haben. Ziel des Projektes ist es, unter Berücksichtigung der individuellen Schutz- und Risikofaktoren, die Jugendlichen zu stärken und damit weiteren Straffälligkeiten vorzubeugen. Wie Bothe berichtete, kann häusliche Gewalt eine Belastung sein, der ebendiese Jugendlichen ausgesetzt sind.

Im Anschluss berichteten die Sozialwissenschaftlerin Silvia Schürmann-Ebenfeld und die Juristin Anne Daetz vom Deutschen Institut für Menschenrechte über die rechtlichen Grundlagen der Istanbul-Konvention, des Gewalthilfegesetzes, des Gewaltschutzgesetzes und der EU-Gewaltschutzrichtlinie sowie dem Monitoring zu geschlechtsspezifischer Gewalt. Vor allem die Verteilung und Ausstattung von Schutzeinrichtungen und Fachberatungsstellen war dabei von besonderem Interesse.
Der Runde Tisch zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt im Kreis Warendorf ist ein interdisziplinärer Zusammenschluss vieler Akteure im Kreis Warendorf, die in unterschiedlichen Arbeitsbereichen mit häuslicher Gewalt direkt oder indirekt befasst sind. Der Runde Tisch existiert seit 1997 und kommt viermal im Jahr zusammen.

