Wie lässt sich Kreislaufwirtschaft so vermitteln, dass sie nicht abstrakt bleibt, sondern im Alltag der Menschen ankommt? Wie können Kinder, Jugendliche und Erwachsene dafür begeistert werden, Dinge länger zu nutzen, Ressourcen bewusster einzusetzen und Abfälle möglichst zu vermeiden? Um diese und weitere Fragen ging es beim Workshop zur Bildungsoffensive im Rahmen von „Oelde Circular“.

Die Teilnehmenden aus unterschiedlichen Einrichtungen folgten der Einladung des Initiativkreises Wirtschaft und der Stadt Oelde im Rahmen des Projektes „Oelde Circular“. Mit dabei waren Schulleiterinnen der Oelder Grundschulen, Vertreterinnen aus Kindertageseinrichtungen, dem Kindermuseum Klipp Klapp, der Stadtbibliothek und der Volkshochschule. Auch die AWG, Remondis sowie der Verein Oelder Kunstschaffender brachten ihre Perspektiven und Erfahrungen ein.
Zu Beginn stand die Frage im Mittelpunkt, was in Oelde bereits passiert. Schnell wurde deutlich: Viele Einrichtungen beschäftigen sich bereits mit Nachhaltigkeit, Wiederverwendung, Ressourcenschonung oder Abfallvermeidung – häufig auf ganz unterschiedliche Weise. Der Workshop bot die Gelegenheit, diese Aktivitäten sichtbar zu machen, voneinander zu erfahren und neue Verbindungen zwischen den Beteiligten zu entdecken.
Anschließend richtete sich der Blick nach vorn. In kleinen Gruppen entstanden zahlreiche Ideen dazu, wie Kreislaufwirtschaft künftig noch stärker erlebbar werden kann. Dabei ging es unter anderem um Reparieren und Wiederverwenden, den bewussten Umgang mit Ressourcen und Abfällen, nachhaltigen Konsum sowie die Frage, wie gemeinsame Aktionen und Angebote in Oelde mehr Menschen erreichen können.
Die Gespräche zeigten dabei, dass gute Bildungsarbeit zur Kreislaufwirtschaft vor allem vom Mitmachen lebt. Wissen allein reicht nicht aus: gefragt sind Angebote, bei denen Menschen ausprobieren, gestalten, reparieren, entdecken und eigene Erfahrungen sammeln können. Gleichzeitig bieten die unterschiedlichen Einrichtungen in Oelde bereits viele Kompetenzen, Räume und Kontakte, die sich künftig noch stärker miteinander verknüpfen lassen.
Der Workshop war damit nicht nur eine Ideenschmiede, sondern auch ein wichtiger Schritt hin zu einem engeren Netzwerk rund um Bildung, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in Oelde. Die gesammelten Impulse sollen nun in die weitere Arbeit von „Oelde Circular“ einfließen und dazu beitragen, passende Bildungsangebote und Kooperationen weiterzuentwickeln.

