Auf dem Bild v.l.n.r.: Jana Kingma (Febromed), Jan Wetter, Gotthardt Walter (beide FH Münster), Ludger Reckmann, Melissa Müller, Ole Schöning (alle iwo) und Petra Bunzel (Stadt Oelde).
Das Förderprojekt „Oelde Circular – Modellstadt für Kreislaufwirtschaft im ländlichen Raum“ ist offiziell gestartet. Ziel des Projektes ist, gemeinsam mit Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern Strategien für einen effizienteren Ressourceneinsatz, zur Abfallvermeidung und zum Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten zu entwickeln.
Partner des Projektes sind der Initiativkreis Wirtschaft Oelde e.V. (iwo), das Oelder Unternehmen Febromed, das Institut für Infrastruktur, Wasser, Ressourcen und Umwelt (IWARU) der FH Münster und die Stadt Oelde, die das Projekt koordiniert.

Es gibt viele Projektansätze im unternehmerischen und privaten Bereich, die in diesem Projekt denkbar sind. Das kann beispielsweise die Weiterverwendung betrieblicher Wertstoffe sein. Was das eine Unternehmen nicht mehr benötigt, kann für ein anderes möglicherweise durchaus nützlich sein. Denkbar sind auch Tauschbörsen oder Reparatur-Cafés für Bürgerinnen und Bürger“,
erläutert Projektkoordinatorin Petra Bunzel von der Stadt Oelde.

Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft vor Ort lebt von der guten Vernetzung aller Beteiligten. Wertstoffe und Materialien können nur dann erneut genutzt werden, wenn die entsprechenden Optionen sichtbar und bekannt sind“,
stellt Melissa Müller vom IWO das Ziel des Projektes vor.
Geplant sind unter anderem betriebliche Pilotprojekte, die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern und Bildungs- und Workshopangebote für unterschiedliche Zielgruppen. Ziel ist die Entwicklung einer kommunalen Kreislaufwirtschaftsstrategie. Darüber hinaus soll eine dauerhafte Kreislaufwirtschafts- Community aufgebaut werden, die Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung, Bildung und Zivilgesellschaft miteinander vernetzt und den Austausch fördert. Unternehmen, Initiativen, Bildungseinrichtungen und engagierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich aktiv einzubringen und gemeinsam an einem ressourcenschonenden und zirkulären Oelde mitzuwirken. Weitere Informationen, auch zu Beteiligungsmöglichkeiten, folgen in Kürze.
Hintergrund
Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben wird gefördert über das EFRE/JTF-Programm 2021-2027 des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Europäischen Union. Koordiniert wird „Oelde Circular“ von der Stadt Oelde. Die Partner des Projektes bringen unterschiedliche fachliche Expertise ein und vereinen insofern die kommunale Steuerung, unternehmerische Praxis und wissenschaftliche Expertise. Gemeinsam möchten sie Kreislaufwirtschaft in Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft etablieren, lokale Unternehmen vernetzen, innovative Unternehmen mit konkreter Praxiserfahrungen einbinden und zirkuläre Ansätze direkt im Betriebsalltag erproben – wissenschaftlich begleitet durch das IWARU.
Im Jahr 2024 hatten sich die Projektpartner während der zweiten Förderbekanntmachung für das „Circular Cities-Programm“ beworben. Die Idee und Initiative zur Bewerbung entstammte aus dem Unternehmensnetzwerk Klimaneutrale Zukunft des iwo und damit aus der heimischen Unternehmenslandschaft.

