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Neuer Standort für Baubetriebshof vorgeschlagen


Die Verwaltung schlägt der Politik den Ankauf einer Gewerbeimmobilie im Gewerbegebiet Oelde A2 vor. Vorgesehen ist, dass der städtische Baubetriebshof seinen Standort dorthin verlagert.  Am Gröningsweg, wo der Betriebshof aktuell untergebracht ist, könnte perspektivisch neuer Wohnraum entstehen. 

Fehlende Kapazitäten

Der aktuelle Standort  des Baubetriebshofes, eine ehemalige Ziegenbockstation, wuchs in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich an. Im Zuge der Landesgartenschau wurde die städtische Gärtnerei  integriert. Um mehr Platz für Materialien, Fahrzeuge und Mitarbeitende zu schaffen, wurden die Gebäude aus den 1950-er Jahren umgebaut, Lagerbereiche um zusätzliche Unterstände erweitert  oder zweite Ebenen in Lagerbereiche eingezogen.  

Wir haben getan, was möglich war, um aus diesem Standort das Maximale  herauszuholen. Die Kapazitäten reichen jedoch dennoch nicht aus, um der dynamischen Entwicklung des Baubetriebshofes gerecht werden zu können", 

verdeutlicht Reinhold Becker, der ehemalige Leiter des Baubetriebshofes. 

Zudem liegt  seit 2024 ein Gutachten der Unfallkasse NRW vor, das bauliche Mängel aufzeigt, die die Arbeitssicherheit gefährden.  Es gibt keine Schwarz-Weiß-Trennung, die den Mitarbeitenden ermöglicht, die private von der Dienstleidung zu trennen.   Umkleide- und Waschmöglichkeiten   für weibliche Mitarbeitende gibt es nicht und könnten mangels Raum auch nicht geschaffen werden.  Die Unfallkasse  fordert in diesen Punkten Abhilfe von uns.

erläutert Oliver Smeenk ergänzend, der im vergangenen Jahr die Nachfolge von Becker antrat.  

Ursprüngliche Planung nicht realisierbar

Dass der Standort des Baubetriebshofes am Gröningsweg  nicht dauerhaft sein würde, ist bereits seit Längerem klar. Die Verwaltung plante daher ursprünglich, diesen am Standort der jetzigen Kläranlage neu zu errichten. Das jedoch würde noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen, denn zunächst wäre die neue Kläranlage fertigzustellen.   Diese Zeit besteht aufgrund der Forderungen der Unfallkasse jedoch nicht. 

Abriss und Neubau am Altstandort nicht möglich 

Ein Teilabriss und  Neubau am aktuellen Standort  ist aus baurechtlichen Gründen nicht genehmigungsfähig. Die Fläche ist umgeben von reinem Wohngebiet, also einem Gebiet mit den höchsten Schutzansprüchen.  Das lässt sich  mit der dauerhaften Verortung des Baubetriebshofes nicht vereinbaren" 

erläutert Stadtbaurat André Leson. Den aktuellen Standort mit provisorischen  Maßnahmen partiell zu ertüchtigen, um den Forderungen der Unfallkasse nachzukommen, halte die Verwaltung ohne Langfristperspektive nicht für wirtschaftlich vertretbar.  

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Entscheidung über Gewerbeimmobilie   am 9. März möglich

Als "echten Glücksfall" bezeichnet Bürgermeisterin Karin Rodeheger die Gewerbeimmobilie, die die Stadt nun im Gewerbegebiet Oelde A2 erwerben kann.   Die Kosten für den Erwerb   der jetzt in Rede stehenden Immobile   seien deutlich geringer   als der Kauf   eines geeigneten Grundstücks und  einen Neubau für den Baubetriebshof mit Hallenteil und Verwaltungstrakt.

Die Verwaltung wird in der Sitzung des Finanzausschusses am 23. Februar 2026  über die Verlagerung des Baubetriebshofes öffentlich und in nicht-öffentlicher Sitzung über den Ankauf der von der Verwaltung vorgeschlagenen Immobilie beraten. Entscheiden wird der Rat der Stadt Oelde dann voraussichtlich am 9. März. 

Aufgaben  dynamisch gewachsen

Die Aufgaben des Baubetriebshofes sind in den vergangenen Jahrzehnten deutlich angewachsen - der Personalstamm jedoch kaum. Möglich macht dieses ein verstärkter Einsatz von Maschinen. Der Maschinen- und Fahrzeugpark ist infolge dessen inzwischen stark erweitert. Nicht alle Fahrzeuge können witterungsgeschützt untergestellt werden, Reparaturen an Großfahrzeugen können aktuell nur im Freien durchgeführt werden, weil die entsprechende Halle zu klein ist.
Zudem ist die Stadt Oelde in den vergangenen Jahrzehnten um rund 400 Hektar angewachsen - Infrastruktur, die ebenfalls durch den Baubetriebshof zu unterhalten ist.  So kamen neue Aufgaben wie die Terrorabwehr bei Veranstaltungen oder die Bereitstellung kostenloser Laubkörbe im Herbst  hinzu und binden nicht nur Personalkapazitäten, sondern benötigen zur Lagerung  von Fahrzeug-Barrieren und  Laubkörbe zusätzliche Lagerkapazitäten. 

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