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Renaturierung des Maibachs


Beim gemeinsamen Ortstermin konnten sich die Vertreter der beteiligten Akteure von den ersten Erdbewegungen auf der zukünftigen Retentionsaue ein Bild machen.  Im Bild (v. l.) Ernst Adams (beauftragte Firma Redeker), Bürgermeisterin Karin Rodeheger, Stadtbaurat André Leson, Landrat Dr. Olaf Gericke, André Hackelbusch (Kreis Warendorf), Ludger Weßling (Bezirksregierung Münster), Marvin Molke (Stadt Oelde), Willy Schrewe (Firma Redeker) und Gregor Bäumer (Planungsbüro nts)

Wie wichtig Hochwasser- und Starkniederschlagschutz sind, zeigte sich in diesem Jahr wieder besonders deutlich. Im Hinblick auf die Folgen der Starkregen-Ereignisse, kann vorausschauender Planung und somit Prävention von Überschwemmungen, kein zu hoher Stellenwert eingeräumt werden. Denn „plötzlich“ ist es da: das meteorologische „100-jährliche Ereignis“.

Derzeit entsteht zwischen der Ostenfelder Straße und dem Wald Benningloh eine etwa 15 Hektar große Retentionsaue, eine natürliche Wasserrückhaltefläche, für die Tausende Kubikmeter Erde bewegt werden. Der Maibach wird im Zuge der Maßnahme über eine Strecke von etwa zwei Kilometer renaturiert, das heißt in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt und zukünftig mäandernd über die Fläche verlaufen.  Auch Am Landhagen wird bald eine weitere Aue entstehen. Diese Baumaßnahmen sind der zweite und abschließende ökologische Teil einer weitreichenden Renaturierungsmaßnahme, deren Gesamtkosten von etwa 1,5 Millionen Euro zu 80 Prozent von der Bezirksregierung gefördert werden. Der erste technische Teil wurde bereits vergangenes Jahr abgeschlossen. Die vorherigen Planungen begannen bereits 2018. Dass die Stadt Oelde bei der Planung von neuen Baugebieten im Hinblick darauf besonders fürsorglich und überlegt plane, hob Landrat Dr. Olaf Gericke bei einem Ortstermin auf der Baustelle am Donnerstag, 16. September lobend hervor – und betonte die Genehmigung für diese Maßnahme mit Freuden erteilt zu haben.

Bürgermeisterin Rodeheger wies auf die Win-Win-Situation hin, die sich aus der Renaturierung ergibt: „Die Renaturierung dient zwar in erster Linie dem Hochwasserschutz, wirkt sich aber ebenso sehr positiv auf die Aufenthaltsqualität im Naherholungsgebiet Benningloh aus.“ Dr. Gericke bestätigte: „Es wird wunderschön aussehen.“

Planungsgemäß sollen die Bauarbeiten bis Mai 2022 vollständig abgeschlossen sein.