Samstag, 18. Mai 2013

Stadt Oelde

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Ruggestraße

Das ursprüngliche Konzept sah eine Unterteilung der Ruggestraße in einen verkehrs-beruhigten Geschäftsbereich und eine Fußgängerzone zwischen Bahnhofstraße und Trippenhof vor. Viele Anregungen aus der Bevölkerung gaben Anlass, der Ausgangskon-zeption einen neuen Rahmen zu geben. So wurde einvernehmlich vereinbart, dass die Neuplanung Innenstadt Nord unter Beachtung der nachstehenden Punkte weiterentwickelt wird:

  • Einfahrt in die Ruggestraße über den Kreisverkehr
  • Verzicht auf eine Fußgängerzone im Bereich der Ruggestraße
  • Gestalterische und optische "Anbindung" der Ruggestraße an die Fußgängerzone
  • Sperrung der Ruggestraße an Markttagen bis zur Einmündung "Trippenhof"
  • Anlegung weiterer Stellplätze
Ruggestraße 

Die damit verbundenen Ziele, wie die direkte Anbindung an die Oelder Fußgängerzone, Reduzierung des Durchgangsverkehrs und die Stärkung der geschäftsmäßigen Aktivitäten in der Ruggestraße werden auch mit dem neue Konzept beibehalten und umgesetzt.
 
Das Konzept sieht nun die Ausgestaltung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches mit einer temporären Fußgängerzone zur Ausweitung des Wochenmarktes an Dienstagen und Freitagen vor. Durch eine Ausgestaltung in ähnlicher Materialität soll dieser funktionale Zusammenhang ablesbar und damit gestärkt werden. Mit der Pflasterung in roten Materialien wird die geforderte gestalterische und optische "Anbindung" der Ruggestraße an die Fußgängerzone "Lange Straße" baulich umgesetzt werden. Diese farbliche Gestaltung endet an der Einmündung der Straße "Trippenhof". Damit wird der Bereich der Ruggestraße (Innenstadt Nord), der gegenwärtig nicht als Teil der Oelder Innenstadt (Innenstadt Mitte) wahrgenommen wird, mit dieser verbunden und gleichzeitig bleibt die verkehrlich Anbindung an die Bahnhofstraße bestehen. 

 

Die Ruggestraße wird zwischen den Einmündungen Bahnhofstraße und Engelbert-Holterdorf-Straße als Mischverkehrsfläche niveaugleich ausgebaut. Dem Wunsch der Anlieger folgend wird der Verkehr vom neuen Kreisverkehr aus in geringer Geschwindigkeit (Reduzierung von gegenwärtig 50 km/h auf 20 km/h – Ausweisung als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich) direkt in die Ruggestraße einfahren. Zudem wird der Verkehr in der neu gestalteten Ruggestraße durch den umgedrehten Verkehrsfluss deutlich auf Ziel- und Quellverkehr reduziert, da die schnelle Wegeverbindung über den Kreisverkehr aus der Innenstadt hinaus entfällt. Dies wirkt sich auch positiv auf das Wohnumfeld aus, da der Verkehrslärm zurückgeht.
 
Die Zufahrtssituation wird damit umgekehrt (bleibt aber weiterhin Einbahnstraße) und kann über den im Jahr 2006 neu angelegten Kreisverkehr (Lindenstraße/Ruggestraße/Konrad-Adenauer-Allee/Bultstraße/Warendorfer Straße) problemlos erfolgen. Die Ruggestraße hat von dieser Seite einen einladenden und offenen Charakter. Die bisherige Anfahrt der Ruggestraße über Umwege (Bahnhofstraße und Trippenhof) wird somit aufgehoben. Durch den umgedrehten Verkehrsfluss wird eine attraktive Zufahrt des Zielverkehrs auf das Wahrzeichen von Oelde, den Kirchturm von Sankt Johannes, erzielt. Der Kreisverkehr fungiert somit als Stadteingang in seiner ihm zugedachten Funktion.

Ruggestraße gesamt 

Durch den Ausbau der Straße zur Mischverkehrsfläche mit einer Fahrbahnbreite von 3,25 m und Parkflächen von 2,00 m sowie Gehwegflächen bis zu 3,70 m werden die Aufenthaltsqualität und die verkehrstechnische Nutzbarkeit gesteigert. Nicht zuletzt durch die Entschärfung von Gehwegengstellen. Ein Wechsel zwischen den beiden Straßenseiten kann künftig problemlos vollzogen werden, nicht zuletzt, da der ruhende Verkehr in dieser Straße durch die eindeutige Ausweisung von Parkflächen neu geordnet wird. Dieser stellt bislang aufgrund der nahtlosen Aneinanderreihung der parkenden PKW’s eine nur schwer überwindbare Barriere dar. Dies verbessert auch die Situation für den Radfahrverkehr.

 

Durch die Verbreiterung der Seitenbereiche werden gleichzeitig Ausstellungsflächen für die anliegenden Geschäfte geschaffen, wodurch die Zugehörigkeit dieses verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches zur Innenstadt unterstrichen wird. Flächen für die Anlieferung der Geschäfte werden berücksichtigt.
 
Auch durch ein Grünkonzept soll die Verbindung der verschiedenen Bereiche unterstrichen werden – denkbar ist, dies über Bäume im Straßenraum aber auch durch gemeinschaftliche Aktionen der Anlieger, die bspw. Patenschaften für Pflanzbeete übernehmen oder mit Unterstützung der Stadt ergänzende Pflanznahmen an ihren Häusern und Fassaden vornehmen, zu realisieren.
 
Die verschiedenen Maßnahmen in der Innenstadt Nord bauen logisch und konsequent aufeinander auf. Die Stabilität des Systems der einzelnen Bausteine, die im Folgenden näher erläutert werden, ist nur zu erzielen, wenn sie in ihrer Gesamtheit umgesetzt werden.

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