Begriffe
Gesetzlicher Denkmalbegriff
Laut Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen, § 2, Abs. 1 und 2 sind Denkmäler "... Sachen, Mehrheiten von Sachen und Teile von Sachen, an deren Erhaltung und Nutzung ein öffentliches Interesse besteht. Ein öffentliches Interesse besteht, wenn die Sachen bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen oder für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse sind und für die Erhaltung und Nutzung künstlerische, wissenschaftliche, volkskundliche oder städtebauliche Gründe vorliegen. (...)
Baudenkmal
Baudenkmäler sind Denkmäler, die aus baulichen Anlagen oder Teilen baulicher Anlagen bestehen. Hierzu können auch Garten-, Friedhofs- und Parkanlagen sowie andere, von Menschen gestaltete Landschaftsteile gehören.
Ein Gebäude ist in der Regel in seiner Gesamtheit ein Denkmal, das heißt, nicht nur die Aussenfassade, sondern z.B. auch die erhaltenen historischen Strukturen und Ausstattungsstücke des Inneren gehören dazu.
Bodendenkmal
Zu unterscheiden sind Bodendenkmäler, die sich auf natürliche Weise gebildet haben (z.B. Fossilien) und Bodendenkmäler, die Zeugen menschlichen Handelns sind.
Aufgabe des Amtes für Bodendenkmalpflege ist es, die Reste von Pflanzen, Tieren und von menschlichen Aktivitäten aus vergangenen Zeiten, die sich im Boden erhalten haben, zu schützen und zu pflegen, zu erforschen, dokumentieren und bewahren.
Diese Spuren - zum Beispiel Gräber, Mauerreste und Abfallgruben, Keramik, Werkzeuge und Tierknochen - werden als Bodendenkmäler bezeichnet. Für frühe Zeiten sind sie die einzigen Zeugen der Vergangenheit.
Bewegliches Denkmal
Bei allen nicht ortsfesten Denkmälern handelt es sich um bewegliche Denkmäler.
Bewegliche Denkmäler sind z.B. Gemälde, Skulpturen, Möbel, Bücher oder Urkunden. Es können aber auch Fahrzeuge (z.B. Lokomotiven) oder Maschinen (Dampfmaschinen) Denkmalcharakter haben.