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Aufgaben der Unteren Denkmalbehörde

 

Eintragung in die Denkmalliste

Wenn eine Sache die gesetzlichen Tatbestandsvoraussetzungen für ein Denkmal erfüllt, so ist sie als Denkmal in die Denkmalliste einzutragen bzw. unter vorläufigen Schutz zu stellen. Der Denkmalwert des Denkmals wird nach vorheriger Begutachtung von den Fachleuten der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen und der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Oelde beurteilt. Wird der Denkmalwert festgestellt, so ist die Untere Denkmalbehörde gesetzlich verpflichtet, das Objekt in die Denkmalliste einzutragen. Es gelten damit die Vorschriften des Denkmalschutzgesetzes Nordrhein-Westfalen. Während des Eintragungsverfahrens bestehen Anhörungspflichten und Widerspruchsmöglichkeiten. Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Oelde erteilt Auskunft darüber, ob ein Gebäude bereits in die Denkmalliste eingetragen (§ 3 DSchG NW) oder vorläufig unter Schutz gestellt ist (§ 4 DSchG NW).

 

 

Führung der Denkmalliste

Das Verfahren zur Eintragung eines Denkmals in die Denkmalliste ist in der Denkmallisten-Verordnung (DV) geregelt. Danach gliedert sich die Denkmalliste in die Liste der Baudenkmäler (Liste A), die Liste der ortsfesten Baudenkmäler (Liste B), die Liste der beweglichen Denkmäler (Liste C).

 

 

Erhaltung von Denkmälern

Gemäß § 7 Abs. 1 DSchG NW haben die Eigentümer eines Denkmals dieses instand zu halten, Instand zu setzen, sachgemäß zu behandeln und vor Gefährdung zu schützen, soweit ihnen das zumutbar ist. Die Untere Denkmalbehörde und die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen begleiten die Maßnahmen zur Sanierung denkmalgeschützter Objekte und bieten für Denkmaleigentümer und deren Architekten eine Beratung an.

 

Veränderbarkeit von Denkmälern

In keinem Falle bedeutet Denkmalschutz eine Veränderungssperre bzw. das Belassen des gegenwärtigen Zustandes. In der Regel hat nur das genutzte Baudenkmal eine Chance, langfristig zu überleben. Die Instandhaltung eines Denkmals zur zeitgemäßen Nutzung ist daher ein zentrales Anliegen der denkmalpflegerischen Praxis.

 

 

Denkmalrechtliches Erlaubnisverfahren

Grundsätzlich ist nach dem Denkmalschutzgesetz NW jeder Eigentümer oder Nutzungsberechtigte, der Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen an einem Baudenkmal durchführen möchte verpflichtet, zuvor eine denkmalrechtliche Erlaubnis einzuholen, auch wenn es sich dabei scheinbar nur um Kleinigkeiten handelt. Für den Antrag sind aussagefähige Unterlagen notwendig, die den Bauzustand beschreiben und die Bauabsicht verdeutlichen. Je exakter der Bauherr diese Unterlagen vorbereitet, desto schneller erhält der Denkmaleigentümer die benötigte Erlaubnis.

 

Sind Bauteile wie zum Beispiel Fenster auszuwechseln, müssen sie auf ihre Erhaltungswürdigkeit geprüft und aufgrund des Befundes repariert oder ersetzt werden. Der Nachbau von Bauteilen sollte die Ausnahme sein. Das erfordert eine sorgfältige Untersuchung des Bauzustandes. lnstandsetzungs-, Wartungs- und Ausbesserungsarbeiten an den vorhandenen Bauteilen müssen sachgerecht ausgeführt werden, damit es nicht zu Substanzverlusten, Folgeschäden oder Verunstaltungen der Bauteile und damit des gesamten Baudenkmales kommt.

 

In allen Fragen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege gibt die Untere Denkmalbehörde, mit fachlicher Beratung durch die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen spezifische Beratung über die Verfahrensweise und den richtigen Umgang mit der Bausubstanz.

... hier geht's zum Antrag ...