Suchbereiche zur Windenergienutzung
Die Errichtung von Windenergieanlagen im Außenbereich ist gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 5 Baugesetzbuch ein grundsätzlich privilegiertes Vorhaben, ähnlich landwirtschaftlichen Gebäuden. Um eine weite räumliche Streuung von Windkraftanlagen im Stadtgebiet zu verhindern („Verspargelung der Landschaft“), plant die Stadt Oelde im Flächennutzungsplan Konzentrationszonen auszuweisen. Innerhalb solcher Konzentrationszonen sind Windenergieanlagen planungsrechtlich zulässig, außerhalb dieser entfaltet sich eine Ausschlusswirkung für die Nutzung von Windkraft. Die bisherige städtebauliche Konzeption der Stadt Oelde sieht zwei solcher Konzentrationszonen vor, deren Standortkapazitäten jedoch weitgehend erschöpft sind.
Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Oelde das Büro Wolters Partner damit beauftragt, das Stadtgebiet hinsichtlich zusätzlicher Potenzialflächen für die Windkraftnutzung zu untersuchen. Als Ergebnis dieser Analyse konnten insgesamt acht Suchräume identifiziert werden, deren Flächen die erforderlichen Mindestabstände zu Wohnsiedlungen, Naturschutzgebieten etc. einhalten. Jedoch nur drei dieser Suchräume weisen eine ausreichende Größe für eine Konzentrationswirkung auf und stehen Planungen der Landschaftsbehörde nicht entgegen.
Als mögliche Windeignungsbereiche wurden ermittelt:
Suchraum I an der Stadtgebietsgrenze der Stadt Oelde, westlich der Ortschaft Lette; die Straßen „Im Aschenbrock“ und „Letter Geist“ grenzen an diesen Suchraum.
Suchraum II an der Straße „Letter Geist“
Suchraum III an der Straße „Zum Himmelreich“ und nördlich des Gewerbegebietes „Am Landhagen-Nord“
Die Darstellung der Suchräume finden Sie hier.
Inwieweit die gefundenen Suchräume tatsächlich in Anspruch genommen werden können, hängt jetzt von vertiefenden artenschutzrechtlichen und immissionsschutzrechtlichen Untersuchungen ab.
Die Stadt Oelde unterstützt die Idee, die Windkraftnutzung auf dem Stadtgebiet im Rahmen von Bürgerwindparks voranzutreiben. Dieses regionale Wertschöpfungsmodell, an dem sich neben den Flächeneigentümern auch die Anlieger und weitere Projektunterstützer beteiligen können, wurde in der Informationsveranstaltung der Stadt Oelde vom 25.07.2012 vorgestellt. Um die zur weiteren Planung erforderlichen Untersuchungen fortzuführen, sind interessierte Eigentümer von Grundstücken in den Suchbereichen eingeladen, sich mit der Stadt Oelde in Verbindung zu setzen.
Als Ansprechpartner stehen Ihnen Herr Rauch, 02522/72-429, peter.rauch@oelde.de, sowie Herr Waldmüller, 02522/72-428, johannes.waldmueller@oelde.de, vom Fachdienst Planung und Stadtentwicklung zur Verfügung.







