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Stadt Oelde

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Vorgehensweise

Aufstellung eines verwaltungsinternen Zwischenberichtes

 

Ausgangspunkt für das Stadtentwicklungskonzept war eine erste Standortbestimmung der Stadt Oelde, die verwaltungsseitig in einem Zwischenbericht dokumentiert wurde. Ziel dieses Berichts war, auf mögliche Veränderungen der künftigen Stadtentwicklung hinzuweisen, Stärken und Schwächen zu analysieren sowie Potenziale aufzuzeigen und Maßnahmenvorschläge zur zielgerichteten Weiterentwicklung der Stadt zu formulieren.
 
Grundlage dieses Zwischenberichts war eine schriftliche Befragung aller leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Oelde, nach der sogenannten SWOT, in der sowohl interne Stärken und Schwächen (Strengths-Weaknesses) als auch externe Chancen und Risiken (Opportunities-Threats) betrachtet werden.
 
Die SWOT-Analyse ist ein weit verbreitetes Instrument zur Situationsanalyse, das Stärken und Schwächen der eigenen Stadt mit denen der wichtigsten Wettbewerber vergleicht und die noch ungenutzten Potenziale zum Erzielen von Wettbewerbsvorteilen aufzeigt.
 
Aus der Kombination der Stärken / Schwächen-Analyse und der Chancen / Risiken-Analyse kann eine ganzheitliche Entwicklungsstrategie abgeleitet werden. In der Analyse selbst werden weder Entwicklungsziele noch Maßnahmen benannt. Viel mehr geht es darum, die strategische IST-Situation auf Basis des aktuellen Marktes und im Wettbewerbsvergleich zu analysieren. In einem zweiten Schritt kann - darauf aufbauend - eine strategische Entwicklungsplanung mit Zielen und Maßnahmen erstellt werden.
 
Die Bewertung der von den Mitarbeitern der Stadt Oelde in der Befragung genannten Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für die Entwicklung der Stadt und die Erarbeitung von Maßnahmenvorschläge erfolgte in vier verwaltungsinternen Arbeitskreisen:
 
Arbeitskreis 1 Wirtschaftsstandort / Region
Arbeitskreis 2 Wohnstandort / Kernstadt und Ortsteile
Arbeitskreis 3 Demografie / städtische Infrastruktur
Arbeitskreis 4 Stadtmarketing / Freizeit / Kultur
 
Die Arbeitskreisergebnisse wurden im verwaltungsinternen Zwischenbericht zusammengefasst und dem Rat am 28. März 2006 und mehr als 150 interessierten Bürgerinnen und Bürgern am 24. April 2006 öffentlich vorgestellt.

 

Die Inhalte des Zwischenberichtes können Sie hier nachlesen:

 

 

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Ideen und Handlungsansätze aus Sicht der Bürger

 

Daran anschließend wurden in den Monaten Mai und Juni 2006, die wesentliche Akteure des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt Oelde zu einem öffentlichen Workshopverfahren eingeladen, um Ideen und Handlungsansätze für die künftige Stadtentwicklung zu diskutieren.

Durch diese öffentliche Beteiligung ist die Grundlage für eine breite Akzeptanz zur künftigen Umsetzung der Stadtentwicklungsmaßnahmen geschaffen worden. Die durch das Büro Herbstreit Landschaftsarchitekten moderierten Veranstaltungen basierten auf den Darstellungen des Zwischenberichts und wurden ebenfalls in Arbeitskreisen durchgeführt:
 
Arbeitskreis 1 Wirtschaftsstandort / Region
Arbeitskreis 2 Wohnstandort / Kernstadt und Ortsteile
Arbeitskreis 3 Demografie / städtische Infrastruktur
Arbeitskreis 4 Stadtmarketing / Freizeit / Kultur
 
Die Workshops lieferten eine Vielzahl von Ideen und Einschätzungen. Diese Ergebnisse sind ausdrücklich nicht als Anforderungen an die Stadt Oelde zu sehen. Anliegen der Workshops war es viel mehr, Entwicklungsansätze und Schwerpunkte für mögliche Handlungen zu erkennen und zu kommunizieren. Insofern dienen die Ergebnisse als Richtschnur für die Verwaltung. Sie werden im Rahmen des Entwicklungskonzeptes dokumentiert und durch die Verwaltung im Hinblick auf Realisierbarkeit geprüft.


Ortsentwicklungsplanung


Nachdem bereits im Jahre 2004 für den Ortsteil Stromberg eine Ortsentwicklungsplanung erstellt worden ist, sind im August 2006 die Ortsentwicklungsplanungen für die Ortsteile Lette und Sünninghausen im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes Oelde 2015 + erarbeitet worden.
 
Ziel der Ortsentwicklungsplanungen war es, Leitlinien und Maßnahmen für die künftige Entwicklung der Ortsteile zu bündeln und Wege zu ihrer Umsetzung aufzuzeigen. Neben ortsgestaltenden Projekten wurden auch Perspektiven für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung sowie die gesamtstädtische Einbindung der Ortsteile untersucht.
 
Ausgangspunkt der Ortsentwicklungsplanung war eine Standortbestimmung anhand einer Stärken-Schwächen-Analyse, auf deren Basis ortspezifische Ziele und Maßnahmen formuliert wurden.
 
Es hat hierzu eine anonyme, schriftliche Befragung ausgewählter örtlicher Akteure statt-gefunden, um die Erfahrungen und Einschätzungen der Bürgerinnen und Bürger optimal zu berücksichtigen.
 
Diese Befragung spiegelte eine hohe Zufriedenheit der Ortsteilbewohner wider. Die Vorteile starker sozialer Bindungen innerhalb der Dorfgemeinschaften und des Wohnens in überschaubarer, ländlicher Umgebung überwiegen nach Auffassung der befragten Personen deutlich die Nachteile einer verbesserbaren Grundversorgung oder Anbindung an den Personennahverkehr.

Entwicklungsziele und Projekte

 

Die im verwaltungsinternen Zwischenbericht gesammelten Erkenntnisse der Verwaltung, die vielfältigen Ideen und Anregungen aus den öffentlichen Workshops, die Ergebnisse der Ortsentwicklungsplanungen und die Anregungen Oelder Bürger wurden in der Verwaltungskonferenz beraten und zu übergeordneten Zielen der Stadtentwicklung verdichtet.

Die Projektvorschläge des verwaltungsinternen Zwischenberichtes, der öffentlichen Workshops und des Ortsentwicklungskonzeptes wurden gesichtet, auf ihre Umsetzbarkeit und mögliche Synergien geprüft sowie den entsprechenden Ziele der Stadtentwicklung zugeordnet.
 
Diese Projektbeispiele zeigen beispielhaft und nicht abschließend, wie die Ziele in konkretes Handeln umgesetzt werden können. Die Auswahl der Projektbeispiele erfolgte ebenfalls durch die Verwaltungskonferenz auf Basis des Zwischenberichts und der Workshopergebnisse. Sie können wesentliche Entwicklungen kurz- bis mittelfristig anstoßen und entsprechen einem hohen Handlungsbedarf. Die Stadt Oelde übernimmt bei ihrer Realisierung zumeist eine steuernde und koordinierende Funktion, denn die unmittelbare Umsetzung der Projekte liegt häufig in den Händen lokaler Akteuren.
 
In einer öffentlichen Ratssitzung am 16. Oktober 2006 wurden die Ziele der Stadtentwicklung mit wesentlichen Projektbeispielen allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. 

 

Beschluss des Rates / Download

Um Verbindlichkeit herzustellen, wurde das Stadtentwicklungskonzept in den Fachausschüssen beraten und am 26. März 2007 abschließend durch den Rat der Stadt Oelde beschlossen.

 

Es wird Rat und der Verwaltung der Stadt Oelde als Handlungsrahmen der Stadtentwicklung für die kommenden zehn Jahre dienen.

 

Das Stadtentwicklungskonzept Oelde 2015 + können Sie sich hier ansehen.

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Realisierung


In den nun folgenden Entwicklungsschritten geht es darum, im direkten Dialog zwischen Stadt, Politik, Wirtschaft, Bürgern, Vereinen und Verbänden projektbezogene Umsetzungsschritte zu realisieren.
 
Vielfältige Projekte die im Zwischenbericht und in den Workshops benannt wurden, hinterlegen die Ziele der Stadtentwicklung mit konkreten Handlungsschritten.
 
Neben den Projektbeispielen, die die künftige Entwicklung der Stadt initiieren, werden zahlreiche bisher bestehende Projekte und Initiativen fortgesetzt. Einige neue Projekte werden angestoßen. Die Stadt Oelde übernimmt in diesem Entwicklungsprozess oftmals eine steuernde und koordinierende Funktion, denn die unmittelbare Umsetzung der Projekte liegt zum Teil in den Händen lokaler Akteure.
 

Fortschreibung


Von entscheidender Bedeutung ist, dass das Stadtentwicklungskonzept als Prozess verstanden, laufend fortgeschrieben und somit an die weitere Entwicklung angepasst wird. Hierbei gilt es, die anvisierten Ziele im Auge zu behalten, die Umsetzung kritisch zu hinterfragen und aktuelle Fragen der Stadtentwicklung zu diskutieren.
 
 

Oelder Dialog


Dazu wird angestrebt, einen „Oelder Dialog" als Fortsetzung des Stadtentwicklungsprozesses zu initiieren, bei dem ein moderierter Austausch in breitem Teilnehmerkreis stattfinden kann, damit Oelde auch in Zukunft als attraktiver Lebensort Bestand hat.